Allgemeine Handhabung

Das Lastenrad ist mit den üblichen Einrichtungen ausgestattet, die man von einem normalen Rad kennt.
Anders als bei einem “ normalen Rad “ ist das höhere Eigengewicht, sowie der längere Radstand gewöhnungsbedürftig.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, kommt man mit diesem Umstand aber schnell zurecht.
Wichtig ist immer daran zu denken, daß ein Lastenrad defensiv gefahren werden sollte. Schnelligkeit ist nicht oberstes Ziel .
Je nach Beladung muss man immer in der Lage sein das Rad sicher zum stehen zu bekommen.
Die Felgen sind in Kurfenfahrten und bei schlechten Strassen einer höheren Belastung ausgesetzt.

Randsteine sind der Killer für Felge, Reifen und Lager.
Meidet diese bitte wenn möglich.

Wählt eine etwas tiefere Sitzposition. Je nach Gewicht braucht man beide Beine, um das Rad im Stand zu stabilisieren.
Gerade im Stadtverkehr bringt das einiges an Sicherheit.
Das Rad besitzt einen Schnellspanner. Die Sitzposition ist damit Ruck Zuck eingestellt.

Die Nuvinci Schaltung ist stufenlos einstellbar. Sie kann im Stand und unter Last bedient werden und wurde speziell für den Lastenradbetrieb entwickelt

Die Bedienung erfolgt über den Drehgriff auf der rechten Lenkerseite.
Griff nach vorne Drehen, der orangene Faden symbolisiert einen Berg, die Übersetzung wird kleiner.
Leichter Gang.

Drehgriff nach hinten drehen, der orangene Faden wird flacher, die Übersetzung wird größer.
Schwerer Gang

Die elektrische Unterstützung kann permanent und individuell eingestellt werden.

Permanent mittels den Pfeiltasten. Je mehr blaue Punkte, desto höher die Unterstützung.
Ist kein blauer Punkt sichtbar, hat man keine Unterstützung.

Die permanente Unterstützung ist sehr kraftvoll. Es empfielt sich am Anfang die Unterstützung auf kleiner Stufe oder ganz ohne zu fahren und lieber die Individuelle zu nutzen

Die individuelle Unterstützung wird mit dem Drehgriff links geregelt.
Sie kann aus dem Stand heraus als Anschiebhilfe benützt werden. Im Fahrbetrieb regelt man stufenlos das extra an Power, das man benötigt.

Achtung! Dreht man unbeabsichtigt z.B.beim Auf oder Abbocken den Drehgriff schaltet die Anschiebehilfe sofort zu und das Rad wird beschleunigt.

Es ist möglich mit beiden Betriebarten gleichzeitig zu fahren.
Beispiel: Man stellt sich im Controller eine kleine Stufe ein ( 1-2 Punkte). Damit wird man beim Anfahren sanft beschleunigt. Bei Steigungen regelt man das Mehr an Power mit dem „Gashebel“ links. Dieses Vorgehen sorgt für ein ausgewogenes Fahrverhalten und spart zudem Energie.

Ideale Fahrweise

Man kann es nicht oft genug wiederholen, die wichtigste Regel beim Lastenradfahren lautet “ Langsam und defensiv fahren!“
Bremsen, Felgen und Reifen sind einer hohen Belastung und einem starken Verschleiss ausgesetzt. Besonnene Fahrweise sorgt dafür, dass alle Komponenten lange halten. Die Lastenradinitiative empfiehlt eine maximale Geschwindigkeit von 20 Km/h.
Der im Rad verbaute Nabenmotor neigt bei Belastungen, wie z.B. langen Bergfahrten zur Überhitzung. Dieses kann man minimieren, indem man mit einer etwas höheren Trittfrequenz fährt, als man sie von seinem normalen Rad gewöhnt ist. Dies hilft auch im normalen Fahrbetrieb Akku zu sparen.

Rad Auf/ Abbocken

Das Rad steht auf einem Mittelständer. Das Aufbocken gestaltet sich auch mit Last recht einfach.
Den Ständer nach unten drücken, bis er auf dem Boden aufsitzt. Dann weiter Druck auf den Ständer geben und das Rad nach hinten ziehen. Fertig

Das Rad vom Ständer wieder in Fahrposition bringen ist auch einfach, wenn man sich an folgende Anweisung hält.

Den in Fahrtrichtung forderen Fuß vor den Ständer stellen.

Etwas in die Knie gehen ( kleinere Menschen müssen das etwas mehr machen) und den Sattel greifen.
Jetzt das Rad über den forderen Fuß schieben und den Fuß als Wiederlager nutzen.

In dieser Position den Ständer das letzte Stück mit dem Fuss nach oben drücken.

Ein paar mal geübt und das Rad vom Ständer lassen ist ein Kinderspiel.

Bitte niemals das Rad mittels Kraft über den Ständer wuchten. Das schadet über kurz oder lang dem Ständer.

Sicherheit

Wenn möglich sollte das Rad bei mehrtägigem Gebrauch sicher in einer Garage oder einem Schuppen untergebracht werden.
Ist dies nicht möglich, muss das Rad mittels beiliegendem Schloss, an einem im Boden fest verbundenem Gegenstand ( Lichtmasten o.ä) angeschlossen werden.

Achtet bitte auch darauf das Rad immer abzuschliessen wenn ihr es unbeaufsichtigt irgendwo abstellt.
Dafür immer nur das beiligende Schloss verwenden.
Keine eigenen Schliessvorrichtungen verwenden!
Das am Rad festverbaute Schloss haben wir aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Für dieses existiert kein Schlüssel.

Wenn das Rad über Nacht im Freien steht, könnt ihr euch zusätzlich zu dem Rad eine Abdeckfolie leihen. Nutzt bitte diese Angebot. Zum Einen ist das Rad dann vor „bösen Blicken“ geschützt , zum Anderen werden Witterungseinflüsse vom Rad ferngehalten.

Was noch wichtig ist

Das Rad wird von uns regelmässig überprüft und je nach Nutzung in einer Fachwerkstatt gewartet.
Trotzdem kann es Defekte geben.
Diese bitte nicht selber reparieren!
Für Reifendefekte liegt ein Pannenspray dem Rad bei. Damit schafft man in der Regel den Weg zurück zur Verleihstation ( das Spray ist in der Satteltasche).
Wir kümmern uns dann um die Behebung der Defekte.
Sollte, was wir nicht hoffen, das Rad einmal auf freier Strecke nicht mehr fahrtüchtig sein, kontaktiert bitte die Verleihstation ( ausserhalb der Öffnungszeiten und Sonntags die mitgegebene Notfallnummer).
Sichert das Rad so gut wie möglich, evtl. das Rad bis zur nächsten Ortschaft schieben.